Am Pfosten eines alten Zaunes

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Am Pfosten eines alten Zaunes

Der Schädel eines Stiers hängte an dem Pfosten eines alten Zaunes.

Er war schon trocken, schmutzig und hässlich.

Ein Horn war gesplittert, das andere war stark gekrümmt.

Einem Mann von der Nachbarschaft, der vorbei Ging, fiel der Schädel auf.

Erst neugierig, dann empört schimpfte er über den, der so eine geschmacklose Sache dort aufhing.

-         Ein Kuhskellet! So ein schauerliches Ding!

Sagte er und trat näher mit der Absicht den Schädel zu nehmen und wegzuwerfen.

Als er ihn jedoch anfassen wollte, kam aus einem Augenloch der kleine Kopf eines jungen Vogels, der erschocken sehr laut piepste.

Erstaunt schaute er die andere Seite des Schädels an und entdeckte, noch mehr überrascht, dass es im Inneren ein zartes Nest gab, in dem viele Jungen lebten.

Bewegt erinnerte er sich an den schönen Gesang der Vögel, die ihn jeden Morgen weckten und er sagte laut:

-         So was!... Hier liegt das Heim meiner kleinen Freunde!

Respektvoll gegenüber dem merkwürdigen Schutz ging er nach Hause…

Sogar in den scheusslichsten Aspekten der Natur zeigt das Leben uns seine Weisheit.

Deswegen, lernen wir die Erde aufzuwerten und durch unsere Worte, Gefühle, Gedanken und Haltungen die beste Seite der Dinge und der Wesen zu betrachten, ohne Entmutigung und Pessimismus.

Denn die Güte Gottes sät jeden Tag ihren Samen, der wächst und seine unendliche Liebe zum Ausdruck bringt.

 

(durchgegeben vom Geistwesen Valérium- medium: Waldo Vieira- Buch: Selig die Einfachen )