Liebe und Frieden

ramo-azul
Niedergeschlagenheit ist ein giftiger Morast, in dem die schönsten Bestrebungen des Lebens ersticken.

Hast wird zu einem Feuerstoss, der sinnlos wütet und oftmals der Arbeit am Guten schadet. Das systematische Schüren von Furcht schafft ein Feld, aus dem Unkraut wächst, das die Saat der guten Hoffnung schädigt.

Üble Nachrede zeugt zahllose Bosheiten. Faulheit untergräbt Arbeitswilligkeit, ebenso wie Böswilligkeit Unvernunft anregt.
Man sagt, dass Gewalt durch die modernen Massenmedien übertrieben emotionalisiert werde, was kranke Geister und psychopatische Persönlichkeiten stimuliere, sich in Wahnvorstellungen zu ergehen.

Die Therapie für die schreckliche Epidemie, welche die Welt heimsucht, ist Liebe in all ihren Ausdrucksarten: brüderliche Liebe, die Freundschaft nährt und Vertrauen sät, spirituelle Liebe, die das Interesse für das allgemeine Wohl verbreitet, christliche Liebe, die in aktivem Dienst ihr Wirken entfaltet und Solidarität fördert.
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Formen grausamer Gewalt sind: Entmutigende Niedertracht und grobe Überstürztheit, unglückliche machende Furcht, die Grausamkeit übler Nachrede und bösartige Faulheit; alle sind sie Kinder des Egoismus, der in sich selbst das Böse zeugt, das die Welt durcheinander bringt.
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Trage zu Ordnung und Friede bei durch eine glückliche Wortwahl, die zum Helfen ermuntert – indem sie moralischen Trost spendet und mit rechtem Denken das innere Gleichgewicht fördert -, die vor Pessimismus bewahrt, die in stillem Gebet mentale Wellen der Sympathie ausstrahlt; trage zum Frieden bei mit Taten, die Gutes wecken, und wenn es auch nur das einfache Geschenk eines in der Finsternis entzündeten Lichts ist, ein Glas frischen Wassers bei brennendem Durst, eine einem Hungernden gereichte Brotkrume, jedes ein in  eine fruchtbare Furche gelegtes Saatkorn, das die Augen in die Zukunft richten heisst.

Ein jeder kann sein Best anbieten, mit einfachen, gültigen Worten das Wichtigste schenken: Liebe.
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Auch wenn Jesus in jeder Lage die Verhältnisse seiner Zeit verändern und die Probleme jener, die ihn aufsuchten, lösen konnte, half er aus Liebe jedem Geschöpf, das ihn um Hilfe bat, indem er es angesichts des Lebens zu einer Änderung seines Verhaltens und zum Wachstum im Guten veranlasste, damit es im Frieden mit Gott als Ziel voranschreite, Gott, die vollkommene Liebe.

Aus „Wege zum Frieden“
Divaldo Franco
(durchgegeben vom Geistwesen Joanna de Angelis