Vertrauen

Jesus publius
In den Lüften segelnd, unbewusst, vertraut der farbige  Vogel...
Dem Lichte sich öffnend vertraut die Knospe. Bald wird sie ihren Duft, ihre Schönheit, ihre Pollen verströmen...
Nur der Mensch ängstigt sich in den Wechselfällen des Lebens, unwissend wonach er sucht, doch zugleich, ohne es zu bemerken, glaubt und vertraut er...
Ohne sich darüber Rechenschaft zu beben, vertraut er dem Automatismus der Organe...
Er vertraut darauf morgens aus dem Schlaf zu erwachen, ohne dafür irgend eine Garantie zu besitzen...
Er geht langfristige Verpflichtungen ein und glaubt, dass es ihm gelingen wird sie einzuhalten, ungeachtet, jeglicher Sicherheit, dass dem so sein wird...
Vertrauensvoll isst er das Brot, um es dem "Wunder" der Verdauung zu überlassen...
Vertrauensvoll trinkt er das Wasser, ohne das er nicht überleben kann, und zweifelt nicht an seiner Trinkbarkeit.
Vertrauen ist innere Sonne.
Der Glaube ist göttliches Licht, verborgen im Geist, das Hoffnung in das nach Liebe dürstende Herz giesst.
Seele, Pilgerin der Liebe und Schönheit, vertraue!
Wenn deine Füsse auf dem rauen Pfad schmerzen, schreite weiter!
Wenn dich nach Zärtlichkeit dürstet, lebe!
Wenn du Schmerz und Verzweiflung besiegen möchtest, vertraue!
Vertrauen ist Gegenwart Gottes im Herzen, die dem Geiste in brennender Not Segen gewährt.

Buch: Das Vermächtnis der Liebe
Autor:Divaldo P.Franco, diktiert von Geist: Eros